Montag, 28. Januar 2008

Nicht immer nur Rosenkranz und Dornen ...

Thaipusam - Zu Ehren Lord Subrahmanyas an der Tank Road


Das Hindufestival Thaipusam Ende Januar wird von der tamilischen Gemeinde Singapurs groß gefeiert. Besonders beeindruckt haben mich die sogenannten Vel kavadi, bis zu zwei Meter hohe Altäre, die die Gläubigen nach gründlicher spirtueller Vorbereitung und einmonatiger strikter Diät und Enthaltsamkeit in Begleitung von Familie und Freunden stundenlang durch die Stadt tragen - ein wahrlich farbenfroher Anachronismus und bemerkenswerter Gegensatz zum urbanen Betonhintergrund der Löwenstadt.

Die Gläubigen verehren mit diesem zwei Tage dauernden hinduistischen Thanksgiving Lord Subrahmanya, den Gott der Tugend, Jugend und Kraft und Zerstörer alles Bösen. Die Tradition des Altar-Tragens als Zeichen besonderer Hingabe geht auf den Vel zurück, den der auch als Lord Murugan verehrte Gott im Kampf gegen Dämonen von seiner Mutter geschenkt bekommen haben soll.

Hier eine kleine Auswahl von der Endstation der vier Kilometer langen Prozession am Sri Thandayuthapani Tempel, Tank Road. Besonders imposant ist, für mich, der unten abgebildete ältere Teilnehmer, der - im Gegensatz zu den meisten viel jüngeren Glaubensbrüdern - seine Last nicht durch ein Hüftkorsett gestützt durch die Straßen trug, sondern sich die eisernen Tragestangen direkt ins Hüftfleisch bohren ließ.








2 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Beeindruckend! Sind das die Singapurer Fakire? In Trance? Die sehen doch eigentlich ganz wach aus, oder?

29. Januar 2008 um 01:08  
Blogger olr — 纪韶融 meinte...

Könnte man in der Tat meinen, es sind aber "lediglich" besonders tiefgläubige Hindus. Das Ritual inklusive Fasten, Enthaltsamkeit und Altartragen ist vielleicht vergleichbar mit christlichen Gläubigen auf den Philippinen, die sich ans Kreuz nageln lassen.

29. Januar 2008 um 01:37  

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